Schwarze Madonna

Das Gnadenbild der Schwarzen Madonna von Jasna Góra

Die Geschichte des Bildes von Jasna Góra wird in zwei Versionen überliefert:
eine traditionelle Version die mit einer Legende verknüpft ist, und
eine wissenschaftliche Version, die von Kunsthistorikern rekonstruiert wurde.

Nach der traditionellen Version wurde das Bild vom Evangelisten Lukas auf den Tisch der hl. Familie gemalt. Es heißt, dass der hl. Lukas zwei Marienbilder malte; eines davon sei das in Tschenstochau.

Diese und andere Informationen stammen aus einer Handschrift, die den Titel „Translatio tabulæ“ trägt. Eine Kopie aus dem Jahre 1474 wird im Archiv des Klosters Jasna Góra aufbewahrt.

Nach der wissenschaftlichen Version ist das Bild von Jasna Góra hingegen ursprünglich eine byzantinische Ikone vom Typ „Hodigetria“ (= „die den Weg weist“), die sich auf die Zeit zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert zurück datieren lässt.

Schwarze Madonna – Lied

Kleine Zeittafel zur Geschichte des Bildes:

14. April 1430:
Überfall einer Diebesbande aus Böhmen, Mähren und Schlesien; das Gnadenbild wird stark beschädigt.

1466:
Erneuter Überfall.

18. November 1655:
Belagerung des Klosters durch 3000 schwedische Soldaten; heldenhafte Verteidigung unter Prior P. Augustin Kordecki.

1702, 1704 und 1705:
Weitere Angriffe auf das Kloster.

8. September 1717:
Krönung des Gnadenbildes.

22. September 1909:
Diebstahl der Kronen und eines Kleides.

22. September 1910:
Erneute Krönung.

27. Juli 1920:
Der polnische Episkopat erklärt Maria zur Königin Polens.

4. Juni 1979:
Der erste polnische Papst besucht Jasna Góra.

1982:
600-Jahr-Feier der Übergabe des Gnadenbildes.